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Rechenleistung für bessere Übersetzungen

09. März 2010, 12:00
  • Artikelbild: Mehr als 50 Sprachen und Millionen Abfragen - Google Translate macht menschliche DolmetscherInnen nicht obsolet, bietet aber einen wichtigen Ansatz. - Foto: Archiv

    Mehr als 50 Sprachen und Millionen Abfragen - Google Translate macht menschliche DolmetscherInnen nicht obsolet, bietet aber einen wichtigen Ansatz.

Der Onlinekonzern steckt viel Leistung und Ressourcen in automatische Übersetzungen und treibt so das Geschäft voran

Sechs Jahre ist es nun her, seit Google sich entschied groß in den Bereich der automatischen Übersetzungstools einzusteigen. Damals, im Jahr 2004, wurde bei einem internen Google-Meeting ein Mail eines Mannes aus Südkorea mit Hilfe eines gängigen Übersetzungstools übersetzt. Das Ergebnis war eine Katastrophe. So kam Google-Gründer Sergey Brin zu dem Schluss, dass man es besser selbst in die Hand nehmen sollte und eine brauchbarere Lösung entwickeln sollte.

52 Sprachen und Millionen Abfragen

Sechs Jahre später kann das kostenfreie Google Translate mit mehr als 52 Sprachen umgehen. Jeden Tag werden Millionen Übersetzungen automatisch durchgeführt und so Webseiten und Texte verständlicher. Zwar können keine Tools, egal ob von Google, Microsoft oder IBM, einen menschlichen Übersetzer in absehbarer Zeit obsolet machen, doch für eine schnelle Übersetzung und um Verständnis für einen Text zu erlangen, reicht das Google-Angebot bei Weitem aus.

Neue Möglichkeiten

Google steckt in das Thema Übersetzungstools viel Zeit und Ressourcen. Die enormen Datenmengen, die Google angesammelt hat, werden so zu einem wertvollen Rohstoff, der in neue Lösungen Einzug halten soll. Im Februar wurde etwa ein neuer Google-Ansatz demonstriert: AnwenderInnen können mit ihrem Handy ein Foto eines Benutzermenüs schießen und dieses dann in ihre Sprache übersetzen lassen. So könnten in Zukunft auch Endgeräte bedient werden, deren Menüs nur in Fremdsprachen vorliegen. 

"Googles"

Ende des vergangenen Jahres stellte Google sein Service "Googles" vor. Hierbei werden Handybilder analysiert und mit einer Datenbank abgeglichen und sollen so Informationen zum Aufenthaltsort liefern können.

 

 

YouTube-Videos mit Übersetzung

Ein weiteres Beispiel für künftige Anwendungen aus Sicht von Google ist eine Spracherkennung für YouTube-Videos. Die englischsprachigen Onlinefilme sollen dadurch automatisch in 50 andere Sprachen übersetzt und somit verständlich gemacht werden. 

 

"Google versteht Daten und deren Nutzen"

"Die maschinelle Übersetzung ist eines der besten Beispiele für die strategische Vision von Google", so Tim O'Reilly gegenüber der New York Times. "Es ist kein Gebiet, das andere Unternehmen sehr ernst nehmen. Aber Google versteht etwas von Daten das andere nicht verstehen und ist bereit hier Investitionen zu tätigen." Google hat Milliarden Datensätze und damit die wohl größte strukturierte Sammlung an Vokabeln. Immer öfter gelingt es dem Unternehmen daher auch, lukrative oder prestigeträchtige Projekte an Land zu ziehen und seine Lösungen auch für staatliche Organisationen sinnvoll nutzbar zu machen.

Die Hintergründe

Das automatische Übersetzen bringt auch Google wesentliche Vorteile. "Diese Technologien können Sprachbarrieren abschaffen und so allen NutzerInnen untereinander Kommunikation erlauben", meint Franz Och, ein Wissenschaftler bei Google. Immerhin könnten so auch einfachere Werbemodelle umgesetzt und Content über die ganze Welt verteilt werden - und somit auch Googles Geschäftsmodell deutlich erweitern.(red)

weitersagen:
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der semiexperte und sein oblatendünnes scheinwissen
10.03.2010 03:37
@red

"goggles" heißt das neue service der praktisch umgekehrten bildersuche. nicht "googles". nur so als hinweis (-:

PostIt
09.03.2010 13:29
google language tools haben in den letzten jahren wirklich dazugelernt

einfach mal ausprobieren: http://www.google.com/language_tools

wenn man auf der mainpage einmal auf translate geklickt hat, dann kommt man auf eine seite, wo man gleich beim tippen die aktuelle übersetzung bekommt.

der erfolg kommt daher, daß man bessere übersetzungen vorschlagen kann. da wurden teilweise auch ganze sätze eingepflogen.

hat allerdings auch den nachteil, daß bspw. teile nicht übersetzt werden, weils in dem kontext grad die original vokabeln besser gepasst haben (bspw. english "bad boy" auf deutsch bleibt "bad boy").

trotzdem lernt das system immer weiter hinzu - und kann mittlerweile mit professionellen (teilweise echt teuren) programmen (auch die haben recht große bibliotheken) durchaus mithalten.

einfach mal probieren

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